Sanierungsmaßnahmen

Wie hoch ist mein Heizenergieverbrauch? Wie viel kann ich sparen?

Berechne und vergleiche jetzt Deinen Wärmeenergieverbrauch und erfahre, mit welchen Maßnahmen Du Deine Heizkosten senken kannst.

Einerseits macht der Wärmeenergieverbrauch im Durchschnitt etwa 85 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in privaten Haushalten in Deutschland aus (davon entfallen 70 Prozent auf die Heizung, 15 Prozent auf die Warmwasseraufbereitung).

Andererseits sind hierzulande in etwa vier Millionen Heizungsanlagen energetisch veraltet. Die betroffenen Hauseigentümer:innen stehen jetzt vor der Aufgabe, diese Energiefresser durch energieeffiziente Lösungen auszutauschen, um in Zukunft Heizkosten zu sparen.

Heizenergieverbrauch und -kosten berechnen und vergleichen

Wenn Du über einen Verbrauchsausweis für Dein Haus verfügst, kannst Du den sogenannten Endenergieverbrauch für Dein Gebäude ablesen und mit diesem Wert überschlagsmäßig die Heizkosten berechnen. Der Energieverbrauchskennwert wird mit kWh/(m2a) angegeben. Dies bedeutet: Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter im Jahr.

Schritt 1: Mit folgender Formel erhältst Du zunächst Deinen Energieverbrauch: Wohnfläche in Quadratmetern x 1,2 x Endenergieverbrauchskennwert

Der Faktor 1,2 berücksichtigt, dass ein Gebäude auch sogenannte „Verkehrsflächen“ hat wie ein Treppenhaus oder Kellerräume, die teilweise mit beheizt werden.

Rechenbeispiel Energieverbrauch: Nehmen wir ein Haus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche und einem Endenergieverbrauch von 150 kWh/(m2a), das entspricht Energieeffizienzklasse E. In diesem Fall ergibt sich folgende Berechnung:
120 x 1,2 x 150 = 21.600 KWh Heizenergieverbrauch im Jahr

Schritt 2: Um aus dem Energieverbrauch nun die Heizkosten zu berechnen, musst Du den Verbrauchswert noch mit dem aktuellen Rohstoffpreis für den verwendeten Brennstoff multiplizieren: Energieverbrauch x Rohstoffpreis (in Euro je KWh)

Rechenbeispiel Heizkosten: Wir rechnen in diesem Beispiel mit 8 Cent pro Kilowattstunde Gas, da Gas der aktuell meistgenutzte Brennstoff in Deutschland ist. Es ergeben sich folgende Heizkosten:
21.600 KWh x 0,08 Euro = 1.728 € Heizkosten im Jahr

Die Rohstoffpreise für Gas, Heizöl, Holzpellets etc. kannst Du ganz einfach tagesaktuell im Internet recherchieren.

Vergleiche Deine Werte mit den Durchschnittswerten der Haushalte in Deutschland, um besser einschätzen zu können, ob Dein Verbrauch und Deine Kosten niedrig, mittel oder zu hoch sind. Der Heizspiegel gibt Dir eine sehr umfassende Übersicht zu Energieverbrauch und Kosten im Jahr 2022:

Kein Verbrauchsausweis? Ermittle Deinen Verbrauch mit effi!

Wenn Du keinen Verbrauchsausweis hast oder Dir das Rechnen ersparen möchtest, dann starte direkt mit unserem effi Sanierungsrechner. Hier gibst Du einfach einige Details zu Deinem Gebäude ein (u. a. Wohnfläche, Haustyp, Alter, Anzahl Bewohner, Heizsystem, durchschnittliche Raumtemperatur) und siehst sofort eine Energiebilanz Deines Hauses auf Grundlage Deiner Angaben (Energieklasse, Energiebedarf, Energiekosten). Im nächsten Schritt kannst Du mögliche Sanierungsmaßnahmen durchspielen, zum Beispiel einen Heizungstausch und/oder eine Fassadendämmung. Anschließend erhältst Du eine detaillierte Übersicht Deiner Einsparpotenziale, heruntergebrochen auf die einzelnen Verbrauchsarten. Zudem siehst Du, ab wann sich die Maßnahmen amortisieren und wie der Wert Deiner Immobilie durch die Sanierung steigt.

Jetzt Sanierungsrechner starten

Maßnahmen, um Deine Heizkosten zu senken

Du hast viele Möglichkeiten, bei der Heizung Energie zu sparen. Neben einer ganzen Reihe an Energiespartricks, die Dich gar nichts kosten, gibt es unter anderem folgende Sanierungsmaßnahmen, mit denen Du den Heizenergieverbrauch optimieren kannst:

Heizungsrohre dämmen

Ist es in Deinem Heizkeller wärmer als in anderen Räumen? Dann geht über die Heizungsrohre und Warmwasserleitungen vermutlich einiges an Wärme beim Transport verloren. Mit etwas Geschick sowie Dämmmaterial und Isolierband aus dem Baumarkt kannst Du Deine Heizungsrohre selbst dämmen. Allein schon mit dieser Maßnahme lassen sich mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.

Heizungspumpe tauschen

Die Heizungspumpe transportiert die Wärme vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Die meisten Heizungspumpen sind allerdings veraltet und nicht elektronisch regelbar, das heißt: Sie laufen immer und ziehen damit konstant viel Strom. Moderne Hocheffizienzpumpen hingegen kommen mit deutlich weniger Strom aus und passen ihre Leistung an den tatsächlichen Heizwasserbedarf im Haus an. Eine neue Pumpe samt Einbau kostet Dich in etwa 400 Euro und amortisiert sich schon nach drei bis vier Jahren.

Heizung optimieren (hydraulischer Abgleich)

Bei vielen Heizungsanlagen ist der Wasserdruck in den Leitungen nicht einheitlich, so dass nicht ausreichend Warmwasser zu allen Heizkörpern gelangt. Einige Heizkörper (die nahe an der Pumpe liegen) sind dadurch überhitzt, andere unterversorgt. Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizung so justiert, dass alle Heizkörper optimal mit Wärme versorgt werden. Die Kosten für diese Optimierung können sich auf 500 bis 1.000 Euro belaufen, amortisieren sich aber auch nach einigen Jahren bereits.

Oder die Heizungsanlage komplett erneuern?

Heizungen, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beheizt werden, müssen laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) nach 30 Jahren ersetzt werden. (Die Austauschpflicht gilt nicht für Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel.) Spätestens dann stellt sich die Frage, welche Heiztechnologie die richtige für Dein Haus ist. 

Welche Optionen Du bei der Erneuerung der Heizungsanlage hast und welche Fördermöglichkeiten es dabei gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

3.7.2023

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