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Finanzierung

Baufinanzierung in der Elternzeit: Das müssen junge Familien wissen

So planst Du Deine Baufinanzierung während der Elternzeit: Alle Tipps und Informationen zum Immobilienkauf in der Elternzeit

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Im Wohnzimmer in einem Einfamilienhaus liest eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern zusammen ein Buch

Alles Wichtige auf einen Blick: 

  • Banken berücksichtigen während der Elternzeit oft nur das reguläre Einkommen, Elterngeld fließt meist nicht in die Berechnung des Darlehens ein.
  • Eigenkapital ist während der Elternzeit besonders wichtig: Je höher der Anteil, desto größer die Chancen auf eine Kreditzusage.
  • Arbeitgeberbescheinigung über Rückkehr nach der Elternzeit erhöht die Sicherheit für Banken.
  • Förderprogramme (z. B. die der KfW) können die Baufinanzierung erleichtern und Zinsvorteile bringen.

Vor allem die Geburt eines Kindes ändert die Anforderungen vieler junger Familien an ihren Wohnraum und viele wünschen sich eine eigene Immobilie. Da während der Elternzeit jedoch oftmals das Einkommen sinkt, kann die Finanzierung des Eigenheims schwieriger werden. Mit sorgfältiger Planung sowie gezielten Strategien, wird das Darlehen trotz reduziertem Einkommen jedoch machbar.

Baufinanzierung während der Elternzeit: Ist das möglich?

Bei der Vergabe von Darlehen zur Baufinanzierung prüfen Banken und Kreditinstitute die Bonität, die Zahlungsvergangenheit und die finanzielle Situation der Antragsteller auf Herz und Nieren. So wollen Banken das Risiko minimieren, dass die Kreditnehmer in Zahlungsverzug geraten. Bei jungen Familien mit einem Elternteil in Elternzeit sorgen mehrere Faktoren dafür, dass Banken Kredite weniger leichtfertig vergeben, als bei voll arbeitenden Antragstellern:

  • Während der Elternzeit fällt das Gehalt eines Elternteils weg, Elterngeld wird von Banken oft nicht für die Baufinanzierung berücksichtigt.
  • Ohne Einbezug des Elterngeldes werden Kredite häufig deutlich niedriger genehmigt als vor der Elternzeit.
  • Banken werten das pausierte Arbeitsverhältnis als unsicherer als eine laufende Anstellung, was die Kreditbewilligung erschwert.
  • Höhere Ausgaben durch ein Kind reduzieren den finanziellen Überschuss, sodass die maximale Kreditsumme sinkt.

So bekommst Du auch in der Elternzeit einen Kredit

Eigenkapital spielt in der Elternzeit eine Schlüsselrolle

  • Für die Baufinanzierung während der Elternzeit ist Eigenkapital besonders wichtig.
  • Ein höherer Eigenkapitalanteil reduziert das Risiko für Banken und erhöht die Chance auf eine Kreditzusage.
  • Gerade wenn Euer Einkommen während der Elternzeit niedriger ist, kann Eigenkapital die Finanzierung entscheidend erleichtern.

Persönliche finanzielle Umstände transparent machen

  • Banken berücksichtigen Elterngeld oft nicht bei der Berechnung der Kreditsumme.
  • Offene Kommunikation über Deine finanzielle Situation ist entscheidend für die Baufinanzierung in Elternzeit.
  • Eine Bescheinigung des Arbeitgebers über Weiterbeschäftigung und die Dauer der Elternzeit stärkt die Sicherheit für das Kreditinstitut.

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Alternative Finanzierungsmodelle für die Baufinanzierung in Elternzeit

Als Elternteil musst Du nicht immer das klassische Bankdarlehen wählen, es gibt auch flexible Alternativen.

  • Teilzeitkredite: Passe die monatlichen Raten an Dein reduziert verfügbares Einkommen während der Elternzeit an.
  • Flexible Tilgungspläne: Starte z. B. mit kleineren Raten in der Elternzeit und erhöhe sie später, wenn Dein Einkommen wieder steigt.
  • Zwischenfinanzierungen: Überbrücke temporäre Engpässe, z.B. bei Elterngeld oder bevor ein zweites Einkommen wieder fließt.

Mit solchen Modellen kannst Du die Baufinanzierung in Elternzeit besser planen und finanzielle Belastungen reduzieren.

Spezielle KfW-Förderprogramme für Familien

Als junge Familie kannst Du von gezielten Förderungen profitieren, die die Baufinanzierung während der Elternzeit erleichtern. Hierzu gehören:

  • Wohneigentumsprogramm: Unterstützt Familien beim Erwerb von Eigentum mit vergünstigten Zinsen.
  • Eltern-KfW-Kredit: Speziell für junge Familien, die während der Elternzeit finanzieren möchten.

Diese Programme lassen sich oft mit einem klassischen Bankkredit kombinieren, falls die maximale Fördersumme nicht ausreicht.

Tipps zur Vorbereitung Deines Kreditantrags

Damit Du die Baufinanzierung in Elternzeit erfolgreich beantragen kannst, solltest Du gut vorbereitet sein. 

  • Einkommensnachweise (vor und während der Elternzeit)
  • Nachweis über Elterngeld und weitere Einnahmen
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über Rückkehr nach der Elternzeit
  • Nachweise über Eigenkapital und ggf. vorhandene Sparpläne

Mit einer vollständigen und transparenten Dokumentation steigerst Du Deine Chancen auf eine schnelle und reibungslose Darlehensbewilligung.

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"Immobilie vermieten: Dein 5-Schritte-Plan für erfolgreiche Vermietung"
Langfristig planen

Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.

Wichtige Aspekte dabei:

Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.

Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.

Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.

Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.

Recht & Alltag zusammen denken

Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Finanziell realistisch bleiben

Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.

Kaufnebenkosten: einmalig
  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
Finanzierungskosten: laufend
  • Zinsen
  • ggf. Bereitstellungszinsen
Betriebskosten: umlagefähig
  • Heizkosten
  • Warmwasser
  • Kaltwasser
  • Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer
  • Hausstrom
  • Aufzug
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Schornsteinfeger
  • Gebäude-Sachversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kabelanschluss / Gemeinschaftsantenne
Betriebskosten: nicht umlagefähig
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Bankgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagenzuführung
  • Kosten für Neuvermietung
Versicherungen: laufend, nicht umlagefähig
  • Mietausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung für Vermieter:innen
Rücklagen
  • Rücklagen für größere Sanierungen
  • Leerstand oder ungeplante Ausgaben
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
  • eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise 
  • eine aktuelle Schufa-Auskunft

Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.

Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
  • Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
  • Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
  • Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
  • Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
  • Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
  • Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen

Wann darf die Miete erhöht werden?

Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.

Nach Modernisierung

Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.

Staffel- oder Indexmiete

Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.

Fristen beachten

Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).

Wann darf eine Abmahnung erfolgen?

Vertragsverletzungen

Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.

Vor Kündigung

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.

Tipps:

Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.

Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.

Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.

Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?

Schriftform empfohlen

Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.

Zustellung

Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.

Inhalt
  • Konkrete Beschreibung des Verstoßes
  • Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
  • Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
  • Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Fristen und Gründe
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter

Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:

  • bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate
  • 5-8 Jahre 6 Monate
  • über 8 Jahre 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
  • Eigenbedarf
  • Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
  • Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB

Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.

Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Zustellung
  • Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
  • Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung

Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).

Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen

Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.

Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen

Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.