KfW-Förderung bei Hauskauf & Sanierung: Das musst Du 2026 wissen
Die Integration von KfW-Fördermitteln in die Baufinanzierung oder Energetische Modernisierung/Sanierung kann sich richtig lohnen. Erfahre alles Wichtige rund um die KfW-Antragstellung.

Alles rund um die KfW-Förderung beim Hauskauf
- KfW-Kredite sind zinsgünstige Förderdarlehen für Hauskauf, Neubau und Sanierung.
- Antrag erfolgt über die Bank oder Finanzierungspartner, nicht direkt bei der KfW.
- Programme 2026: Wohneigentum für Familien (300), Klimafreundlicher Neubau (297/298), BEG-Zuschüsse.
- Vorteile: Tilgungszuschüsse, tilgungsfreie Anlaufjahre, niedrigere Zinsen.
- Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
- Kombination mit regionalen Förderungen oder Steuerbonus möglich.
Was ist ein KfW-Kredit und wer kann KfW-Förderungen beantragen?
KfW-Kredite sind zinsgünstige Förderkredite, die von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) angeboten werden. Die KfW fördert verschiedene Vorhaben, zum Beispiel:
- den Kauf oder Neubau energieeffizienter Wohngebäude
- die energetische Sanierung bestehender Immobilien
- altersgerechtes und barrierefreies Wohnen
Mehr zu den unterschiedlichen KfW-Programmen und den aktuellen Fördervoraussetzungen findest Du in diesem Artikel oder auf der Website der KfW. Die meisten KfW-Kredite sind nicht einkommensabhängig – eine Ausnahme bildet das Programm „Wohneigentum für Familien“ (Kredit 300), das an Einkommensgrenzen gebunden ist.
Vorteile eines KfW-Kredits beim Hauskauf:
- Tilgungszuschüsse reduzieren den zurückzuzahlenden Betrag
- Tilgungsfreie Anlaufjahre (1-5 Jahre), zunächst nur Zinsen zahlen
- Zinsen meist niedriger als bei herkömmlichen Baufinanzierungen
Ein KfW-Darlehen wird in der Regel zusätzlich zum Hauptdarlehen über die Hausbank oder einen Finanzierungspartner aufgenommen.
Wie und wann muss ich die KfW-Förderung für einen Immobilienkauf beantragen?
Ein Antrag auf KfW-Förderung wird nicht direkt bei der KfW-Bank gestellt, sondern über eine Bank oder einen Finanzierungsvermittler – als sogenanntes durchleitendes Institut. Wenn Du eine Baufinanzierung abschließen möchtest, klärst Du dabei also mit Deinem Finanzierungspartner, welche KfW-Förderung oder welchen KfW-Zuschuss Du beantragen kannst. Der passende KfW-Kredit für Dein Vorhaben wird dann in die Baufinanzierung eingebunden. Dein Finanzierungspartner hilft Dir, den Antrag korrekt und vollständig auszufüllen und reicht ihn bei der KfW ein. Du schließt also beides über einen Partner ab, Deine Hauptfinanzierung und den KfW-Kredit.
Für die meisten KfW-Förderungen gilt, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens eingereicht werden muss:
- Neubau: vor dem ersten Spatenstich
- Immobilienkauf: Vor Abschluss des Kaufvertrags
- Sanierung: Vor dem Vertragsabschluss für Lieferungen und Leistungen
Wie lange dauert die Genehmigung eines KfW-Antrags?
Auf diese Frage gibt es leider keine pauschale Antwort, die Dauer der Antragsprüfung ist von Fall zu Fall verschieden. Wenn in Deinem KfW-Antrag alle Angaben vollständig sind und es keine Rückfragen gibt, kann die Zusage schnell erfolgen. Was häufig zu Verzögerungen führt, ist die nicht ausreichend belegte Förderfähigkeit. Dann müssen weitere Unterlagen eingereicht werden und der Prozess zieht sich in die Länge.
In welchen Fällen wird ein Antrag auf eine KfW-Förderung beim Hauskauf abgelehnt?
Zum einen kann es sein, dass die Bank – das durchleitende Institut für den KfW-Kredit – die gesamte Finanzierung ablehnt. Gründe hierfür wären: keine ausreichende Bonität (Schufa-Score) oder eine unpassende Art oder Lage der Immobilie. Es kommt leider auch vor, dass Banken anstelle einer günstigen KfW-Förderung für den Hauskauf lieber einen eigenen Modernisierungskredit vermitteln wollen und KfW-Kredite einfach nicht an ihre Kund:innen vergeben.
Die KfW selbst lehnt Anträge ab, die nicht ihren Fördervoraussetzungen entsprechen. Übrigens kann die KfW auch Anträge, die zunächst genehmigt wurden, nachträglich noch ablehnen. Das passiert zum Beispiel, wenn der KfW-Kredit, der für den Immobilienkauf gedacht war, nicht zweckgebunden eingesetzt wurde, also nicht für die förderfähige Maßnahme.
KfW-Förderungen 2026 im Überblick
Zusätzliche Möglichkeiten 2026:
- Kombination mit regionalen Förderprogrammen
- Steuerbonus für energetische Sanierung
Praktische Tipps für die Beantragung
- Checkliste vor Antrag:
- Bonität prüfen
- Immobilie prüfen (Lage, Energieeffizienz)
- Finanzierungsunterlagen vollständig vorbereiten
- Förderprogramme vergleichen
- Tilgungsfreie Anlaufjahre sinnvoll nutzen: reduzieren Anfangsbelastung
- Kombinationen prüfen: KfW + regionale Zuschüsse + Steuerbonus
- Beratung: Lass Dir bei Unsicherheiten immer vom Finanzierungspartner helfen
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Langfristig planen
Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.
Wichtige Aspekte dabei:
Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.
Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.
Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.
Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.
Recht & Alltag zusammen denken
Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
Finanziell realistisch bleiben
Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
- eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
- ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise
- eine aktuelle Schufa-Auskunft
Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.
Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
- Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
- Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
- Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
- Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
- Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
- Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen
Wann darf die Miete erhöht werden?
Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.
Nach Modernisierung
Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.
Staffel- oder Indexmiete
Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.
Fristen beachten
Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).
Wann darf eine Abmahnung erfolgen?
Vertragsverletzungen
Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.
Vor Kündigung
Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.
Tipps:
Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.
Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.
Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.
Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?
Schriftform empfohlen
Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.
Zustellung
Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.
Inhalt
- Konkrete Beschreibung des Verstoßes
- Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
- Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
- Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter
Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:
- bis 5 Jahre Mietdauer → 3 Monate
- 5-8 Jahre → 6 Monate
- über 8 Jahre → 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
- Eigenbedarf
- Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
- Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB
Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.
Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht
Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.
Zustellung
- Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
- Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung
Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).
Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen
Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.
Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen
Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.
